Ein Kita-Tag

Ein Tag im Kindergarten

Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern!
(Afrikanisches Sprichwort)

07:15 Uhr

Die ersten Kinder werden in die Einrichtung gebracht. Eine Erzieherin bereitet mit den Kindern die Gruppenräume für den Tag vor, eine andere das gesunde Frühstück. Erste Spielsituationen entstehen, die angeleitet oder begleitet werden; es wird erzählt, gekuschelt, vorgelesen, gebaut, gemalt, geknetet, erste Konflikte werden gelöst.
Wir decken mit den Kindern die Frühstückstische, die nun bis ca. 10:30 Uhr zum Frühstück einladen. Nach und nach treffen alle Kinder ein.

 


09:00 Uhr

Spätestens jetzt sollen alle Kinder in der Einrichtung sein, denn nun beginnen die gemeinsamen Aktivitäten in den Gruppen. Wir beginnen den Tag mit einem „Morgenkreis“. Dazu sitzen wir im Gruppenraum in gemütlicher Runde beieinander. Es wird ein Morgenlied gesungen, kleine Kreis- und Singspiele ausgesucht, Erlebnisse vom Vortag oder vom zurückliegenden Wochenende werden erzählt. Der bevorstehende Tag wird mit den Kindern besprochen.

Der Morgenkreis bietet ein hervorragendes Lernfeld für die Kinder, um sich im Gruppenverband im gegenseitigen Zuhören, Ausreden lassen, sowie im freien Sprechen vor anderen zu üben und sich untereinander wahrzunehmen.

Im Anschluss an den Morgenkreis erfolgt wieder das so genannte „Freispiel“. Hier stehen die vielfältigen frei zu wählenden Spielmöglichkeiten zur Verfügung.

Jetzt finden auch die von den Erzieherinnen angeleiteten, oftmals gruppenübergreifenden Förderangebote statt: Sowohl in Kleingruppen, für sämtliche oder auch gezielt für einzelne Kinder.

Es werden „Impulsangebote“ vorgehalten, die durch ihren Aufforderungscharakter zum eigenaktiven Handeln und Entdecken anregen, oder auch „angeleitete Angebote“ (z.B. aus den Bildungsbereichen Bewegung und Wahrnehmung, Kreatives Gestalten, Musik, Kochen & Backen, Sprache, Experimentieren, Natur- und Sachbegegnung…). Es werden Geburtstage gefeiert, oftmals gehen die „Wackelzähne“ (Kinder im letzten Kindergartenjahr) auf Exkursionen.

Wichtig ist uns auch, dass wir möglichst täglich und bei ( fast ) jedem Wetter nach draußen gehen – zum einen, um „Sauerstoff zu tanken“ und die frische Luft zu genießen, vor allem jedoch, um dem Bedürfnis der Kinder nach Bewegung und dem Spiel im Freien gerecht zu werden. Jahreszeitliche Veränderungen in der Natur können so mit allen Sinnen erlebt werden.

 


12:15 Uhr

Die Zeit zwischen 12:15 Uhr und 12:30 Uhr ist Abholzeit für die Kinder mit der Betreuungszeit von 25 Wochenstunden. Die Kinder mit Übermittag-Betreuung nehmen nun das Mittagessen in ihren Gruppen ein. Im Anschluss daran beginnt für sie eine Ruhephase bis ca. 14:00 Uhr. Dazu können sie sich zum Schlafen oder Ausruhen in einen ruhigen Nebenraum zurückziehen.

Wer nicht (mehr) schlafen möchte, kann in einer kuscheligen Ecke dem Geschichtenerzählen oder Vorlesen einer Erzieherin zuhören, an einer Bilderbuchbetrachtung teilnehmen oder sich mit ruhigem Spiel beschäftigen. Ab 14:00 Uhr geht es wieder lebhafter zu.

Die Kinder mit 35 Wochenstunden Betreuungszeit werden bis spätestens 14:15 Uhr abgeholt. Gegen 14:30 Uhr, wird ein kleiner „Imbiss“ angeboten, zu dem die verbleibenden Kinder in gemütlicher Runde am Tisch sitzen. Teller mit Obst und etwas Gebäck werden herumgereicht, Getränke zu sich genommen. Gemeinsam wird danach im Haus oder auf dem Außengelände gespielt, gelacht, sich bewegt…

Bis spätestens 16:30 Uhr werden alle Kinder abgeholt, die Erzieherinnen treffen die Nachbereitungen für den Tag.